Gebühren und Onlinebroker

Auf welche Gebühren und Kosten muss man bei der Auswahl eines Onlinebrokers achten? Hier lernen Sie, welche Kriterien bei der Brokerwahl von besonderem Interesse sind.

Die Ordergebühren im Detail

Neben den normalen Gebühren für den An- und Verkauf von Aktien gibt es noch weitere Kosten, die einem Privatkunden berechnet werden. So heißt es in den Konditionen der Onlinebroker immer “zuzüglich Spesen des jeweiligen Handelsplätze”. Diese Klausel, meist als Fußnote versteckt, gibt es so oder in ähnlicher Art bei fast jedem Direktbroker, der auch Parketthandel anbietet. Parketthandel ist der Handel an Börsen, die nicht vollständig elektronisch ablaufen. Also Handelsplätze wie Frankfurt,Stuttgart oder Düsseldorf. Elektronischer Handel wie Xetra oder außerbörslicher Direkthandel dagegen kommen meist ohne extra Spesen aus. Die Spesen der Parkettbörsen sind allerdings recht gering und sollten einen nicht vom Handel dort abhalten. Dennoch sollte man sich dieser Berechnung bei der Brokerwahl bewusst sein.

Limit- und Orderänderungskosten

Limitgebühren sind Kosten, die einem auferlegt werden, wenn man Aktienorders, die nicht, oder nur teilweise ausgeführt wurden, noch nachträglich ändern möchte. So hat man zum Beispiel eine Order für 500 Aktien zu je 11,32 Euro eingestellt, aber der Kurs ist so stark gestiegen, dass sie in naher Zukunft nicht mehr ausgeführt wird. Diese möchte man nun natürlich im Preis ändern oder ganz löschen. Manche Direktbroker kassieren dafür nochmal ein paar Euro Gebühren, was bei aktivem Daytrading sehr lästig und teuer werden kann. Man sollte also auf jedem Fall diesen Kostenpunkt bei der Depoteröffnung im Auge behalten. Glücklicherweise berechnen die meisten Onlinebroker diese Kosten nicht mehr.

Berechnung von Teilausführungen

Teilausführungen sind Transaktionen, die in mehreren kleinen Mengen ausgeführt werden, weil der Handelspartner an der Börse nicht die volle Menge an Aktien kaufen oder verkaufen wollte. So hat man zum Beispiel eine Order von 5000 Aktien im Verkauf, dann kann es passieren, dass jemand von diesen 5000 nur 1000 kauft. Also wird die Order teil ausgeführt und bleibt noch mit 4000 Aktien bestehen. Wenn jetzt noch jemand davon 1500 Aktien kauft, hat man wieder eine Teilausführung und es bleiben noch 2500 der Wertpapiere übrig. Dies kann recht kostspielig werden, wenn man große Mengen an Aktien handelt, wie zum Beispiel Pennystocks, denn man hat keinen Einfluss darauf, wer wie viel von der eigenen Order bedienen wird. Jede Teilausführung kostet genau so viel, wie eine einzelne Order gekostet hätte. Heutzutage berechnen allerdings nur noch die wenigsten Discountbroker jede Ausführung separat, und die meisten haben einen Passus in Ihren Konditionen, der besagt “tagesgleiche Teilausführungen kostenlos”, was soviel heißt, dass Teilausführungen, die am selben Tag wie die Ordererstellung passieren, nicht extra kosten. Normalerweise sollte jede Order innerhalb eines Tages ausgeführt werden, wenn nicht, dann ist der Kurs meist schon weit entfernt, so dass man sie sowieso wieder löschen wird.

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